Freitag, 8. April 2011

Die normative Kraft des Faktischen

     Mir ist heute aufgefallen, daß das eher seltene Wort "tippeln", also das Herumstreunern, das ziellose Umherstreifen, das sehr oft von mir ausgesprochen, so auch in den Wortschatz meines Umfeldes mit einfließt, selbst dort schon in Gesprächen verwendet wird.
 
     Ähnlich verhält es sich mit einigen anderen Wörtern und Redewendungen aus dem Rotwelschen, die ich aufgrund meiner Berufung als Troubadour und Protestsänger oft in kommunikativer Hinsicht verwende.

     Tolles Ding! So mogelt sich mit der 'normativen Kraft des Faktischen' der eigene Sprachgebrauch durch stete Anwendung des noch Fremdem unters Volk und wird somit selbst Sprachgestalter.

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